GLOBALIZING BEAUTY

DOKUMENTARFILM

Viele Asiaten verfolgen ein westliches Schönheitsideal. Bei der jungen Deutschen Angelina ist es genau andersherum: Sie möchte wie eine Asiatin aussehen. Auf der Suche nach einem Arzt, der ihrem Gesicht die gewünschten Mandelaugen verleiht, reist sie nach Korea. Hier lernt sie nicht nur die von ihr verehrte, allerdings bisher nur aus Büchern bekannte koreanische Kultur kennen, sondern trifft auch auf großes Unverständnis bezüglich ihres Plans. Denn hier wird sie - so, wie sie ist, - als bildhübsche Frau angesehen.

„Globalizing Beauty“ ist ein Abschluss-Dokumentarfilm von Studenten der Internationalen Filmschule Köln, der 2018 im Programm des Sehnsüchte Festivals und „Shorts“ in Offenburg seine Premiere feierte und bei dem Ulrich Laven für den Schnitt verantwortlich war. Zum einen wirft der Film einen Blick auf die Schönheitsindustrie Koreas, zum anderen steht die Identitätssuche einer jungen Frau im Zentrum, die sich vor allem über ihr äußerliches Erscheinungsbild definiert. Dabei geht das Team äußerst sensibel vor, gibt den Figuren viel Raum und beobachtet sie, ohne sie zu verurteilen. „Globalizing Beauty“ legt großen Wert auf eine ansprechende Ästhetik und vermittelt den Zusammenprall der beiden Kulturen über tiefgründige Bilder und künstlerische Montagen.